Zeichen setzen!


aktualisiert
Ralf Turtschi
Zeichen setzen!
Satz-, Begriffs- und Sonderzeichen richtig einsetzen
1. Auflage, Eigenverlag, 2014
nicht im Buchhandel erhältlich, Bestellung über ccvison
Preis: 41,12 €
auch als App und e-book (in-App-Kauf) erhältlich


Meine Meinung

Herr Turtschi und die Zeichen außerhalb des Alphabets

Den Titel »Zeichen setzen!« kann und soll man hier im doppelten Sinn verstehen. Es geht einerseits inhaltlich um korrekte Zeichensetzung. Doch wenn jemand diesem Thema ein ganzes Buch widmet, dann will er damit auch symbolisch ein Zeichen setzen. Er möchte sich einsetzen für den Erhalt des Wissens über den korrekten Umgang mit all den Zeichen »außerhalb des lateinischen Alphabets«.

Und wenn man bedenkt, dass es früher mit den Schriftsetzern echte Spezialisten und ein ganzes Berufsbild für den korrekten Umgang mit Schrift gab, so lässt sich vermuten, dass es hier einiges Wissen gibt, welches bei »Otto Normalgestalter« eher im Verborgenen schlummert und darauf wartet aktiviert zu werden. Und das geht so:

In fünf Kapiteln zum Erfolg

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Ein Blick ins Buch

In einem einleitenden Kapitel stellt der Autor gewissermaßen zunächst die Rahmenhandlung vor. Es geht um Schriftsysteme, deren verschiedene Zeichen und mögliche Schriftstile. Die notwendigen Fachbegriffe werden eingeführt, es wird strukturiert erläutert und erklärt, in welchem System man sich bewegt.

In Kapitel zwei geht es dann ans Eingemachte. Auf ca. 100 Seiten wird jedes wichtige Zeichen, vom Apostroph bis zum Zollzeichen, eingehend in seiner korrekten Anwendung beschrieben und erläutert (Aussehen, typografische Details, Abstände, korrekte Tastaturbelegung etc.).

Das dritte Kapitel geht dann noch einen Schritt weiter und zeigt auf, wie die Verwendung der einzelnen Zeichen in der praktischen Anwendung aussieht. Es geht um die Kombination von Zeichen mit Buchstaben und Zahlen in bestimmten Situationen, z. B. bei der Verwendung typografischer Auszeichnungen, der Gliederung von Zahlenkolonnen, bei Datumsangaben, mathematischen Ausdrücken, Maßangaben etc.

Diese beiden Kernkapitel stellen wohl die umfassendste Sammlung an Detailinformationen dar, die man sich zu dieser Thematik vorstellen kann. Alle textlichen Informationen sind durchgehend sehr anschaulich mit Beispielen illustriert und visualisiert. Das ist erstklassig gemacht!

Kapitel vier geht dann im selben Stil noch auf Besonderheiten ein, die bei der Verwendung von Zeichen im Fremdsprachen-Satz (Englisch, Französisch, Italienisch) zu beachten sind. Eine feine Sache für alle, die sich tagtäglich hiermit beschäftigen.

Im abschließenden fünften Teil geht es dann noch um die Technik, die man beherrschen muss, um all diese typografischen Kunststücke auch korrekt am PC eingeben zu können. Der Autor erläutert die hierzu notwendigen Grundeinstellungen in den Betriebssystemen, zeigt anschaulich die Ebenen bei der Zeichenbelegung, und er geht ausführlich auf die zu Grunde liegenden Schrifttechnologien ein (u. A. Unicode und aktuelle Fonttechnologien). Auch dieser, für manchen Leser inhaltlich vielleicht sperrig anmutende Bereich, hat mir besonders gut gefallen, da wichtige technische Zusammenhänge sehr anschaulich aufbereitet und gut verständlich dargestellt sind.

Darin liegt meines Erachtens auch ein großer Bonus dieses Buches. Es fasst nicht nur ein vernachlässigtes Ausbildungsthema umfassend und detailliert an, es bringt auch die Sachverhalte exterm anschaulich und unmissverständlich an den Leser. Wenn Sie sich davon selbst überzeugen möchten, empfehle ich Ihnen die ausführliche Leseprobe des Verlages.

Aus dem Inhalt 

• Das Schriftsystem, Die Zeichen im Schriftsystem, Schriftstile, • Leerzeichen, Geschütztes Leerzeichen, Anführungszeichen, Schlusszeichen, Guillemets, Gänsefüßchen, Apostroph, Auslassungszeichen, Hochkomma, Auslassungspunkte, Et-Zeichen, Schrägstrich, Pluszeichen, Minuszeichen, Malzeichen, Multiplikationszeichen, Prozentzeichen, Promillezeichen, Bindestrich, Divis, Halbgeviertstrich, Gedankenstrich, Geviertstrich, Zollzeichen, Sekundenzeichen, Minutenzeichen, Gradzeichen, Sternchen, Fußnotenzeichen, Kreuz, Paragrafenzeichen, At-Zeichen, Trademark, Registered Trademark, Copyright, Runde Klammern, Eckige Klammern, Geschweifte, geschwungene Klammern, Senkrechter Strich, Mittelstehender Punkt, Multiplikationspunkt, Komma, Punkt, Doppelpunkt, Geteiltzeichen, Strichpunkt, Semikolon, Fragezeichen, Ausrufezeichen, Typografische Auszeichnungen, Zahlen, Daten und Zeiten, Zahlen und Buchstaben kombinieren, Ziffern und OpenType Features, Hoch- und tiefgestellte Ziffern, Bruchziffern, Ligaturen, Aufzählungen, Marken und Schreibweise, Maßeinheiten und Währungen, Abkürzungen, Verpackungsangaben und Kochrezepte • Tastaturbelegungen, Unicode, Zeichen heißen Glyphen, Fonttechnologie, OpenType Features, Neue Schrift installieren.

Zeichen setzen ist nicht nur ein Buch

Doch damit noch nicht genug: Das gedruckte Buch ist nur das zentrale Werk innerhalb eines crossmedial angelegten Gesamtprojektes. Neben dem Buch kann man sich die Inhalte auch über eine App (iOS und Android), eine für das iPad optimierte PDF-Version (per in-App-Kauf im »Publisher Kiosk«), und einen kostenlosen Newsletter, dem Zeichenbrief, erschließen.

Fazit

Wer sich in der Ausbildung oder im Medienalltag mit den Themen Mikrotypografie und Zeichensetzung beschäftigt, findet in diesem Werk ein umfassendes und überaus anschauliches Nachschlagewerk. Innerhalb des crossmedialen Gesamtprojekes lassen sich die Inhalte auf vielen Wegen erschließen und geben dem Thema eine hohe Alltagspräsenz.

Cleverprinting – PDF/X und Colormanagement


neue Ausgabe 
Christian Piskulla
PDF/X und Colormanagement 2016

Verlag Cleverprinting, 2016
Art.Nr.: CP-01-2016 (Bestellung nur im Online-Shop)
Preis: 24,90 €
Gratis-Download des Buches als (nicht druckbares) PDF


Meine Meinung

Der Ansatz
Dieses bewährte Praxis-Handbuch hat seit jeher eine Mission: Dem Leser die aktuellen Strategien zur Erstellung korrekter Druckausgabedaten nahe zu bringen.

Die Inhalte
Im Mittelpunkt dieser Mission steht das »Next Generation Publishing«, d. h. die Techniken und Verfahrenswege für möglichst ausgabeunabhängiges Arbeiten bis zum Ende der Layoutphase. Der Autor arbeitet sich hierzu zunächst durch alle notwendigen Grundlagen (Farbenlehre, Druckfarbe und Papier, Druckverfahren, Farbmanagement, ICC-Profile und ihre Funktion, Monitorkalibration).

Danach geht es dann ab in die Praxis: Sehr detailliert wird erläutert, wie die Programme der Adobe Creative Suite® für eine derartigen Workflow einzurichten sind. Stichworte sind hier: Farbkonvertierungen, Zuweisung von ICC-Farbprofilen, Device-Link-Profile, Umgang mit Warndialogen, Rendering-Prioritäten etc. Im Anschluss stellt der Autor die Adobe PDF-Print-Engine vor und erläutern dessen Bedeutung für die Ausgabe von Transparenzen im Layout.

Der letzte Haupt-Abschnitt widmet sich schließlich voll und ganz dem Programm Acrobat Professional inklusive Distiller. Kern der Betrachtung sind hier die korrekten Grundeinstellungen zur Kontrolle der erstellten Druckdaten. Stichworte: PDF-Preflight und PDF/X-Zertifikation. Und auch hier bleibt kein wichtiges Detail unerwähnt!

Beigaben/Anhang
Als Add-On gibt es Muster verschiedener Papierklassen, jede Menge Vergleichsdrucke, eine spezielle Testform im Format DIN A2 u. v. m. Das nenne ich praxisgerecht!

Der Autor
ist ein erfahrener Fachmann im Umgang mit der Materie und veranstaltet auch Schulungen in diesem Bereich. Und das merkt man dem Buch im positiven Sinne auch an: Es ist didaktisch hervorragend aufgebaut und leitet den Leser wohlgeordnet durch die Thematik, wenn er das möchte. Die Kapitel lassen sich aber auch mühelos einzeln studieren, da es immer wieder leitende und verbindende Querverweise gibt. Auch die vielen Merksätze, Hervorhebungen und Links sind dabei sehr hilfreich.

Aus dem Inhalt 

Schnellanleitung, Wozu Color Management?, Was ist Farbe?, Druckfarbe und Papier, Grundlagen der Drucktechnik, ICC-Profile und ihre Funktion, Konvertierungsstationen, Monitorkalibration, Grundeinstellungen in Adobe Photoshop, Rendering Intents, Workshop RGB in CMYK konvertieren, Softproof, Device-Link-Profile, Checkliste Color Management, CMM-Konzept von Adobe InDesign, Reinzeichnung in InDesign, Metadaten, Acrobat Professional und PDF/X, Preflight, Transparenzreduzierung, Checkliste PDF/X-Erstellung, Proofing, Glossar, diverse Beigaben und Anlagen.

Fazit
Cleverprinting ist und bleibt clever! Wenn es dieses Buch nicht gäbe, man müsste es sofort erfinden! Auf dem aktuellen Fachbuchmarkt hat es in dieser Form keine Konkurrenz.

Medienstandard Druck 2016


Medienstandard Druck 2016 •
Das Standard­werk des Bundes­verbandes Druck und Medien (bvdm) zu technischen Richtlinien für Daten, Prüfdruck und Auflagendruck liegt in einer aktualisierten Version vor.

Die neue Ausgabe ersetzt ab sofort die bisher gültigen Richtlinien aus dem Jahr 2010. Kostenlos.

78 Seiten PDF im Querformat.

Download beim bvdm (PDF)


Mediengestalter teachr (App)


teachrMediengestalter teachr • 

Ein Lernquiz für Mediengestalter Digital und Print zum Lernen und zur Vorbereitung auf Prüfungen. Mit Memory-Funktion und speziellem Prüfungslernmodus.

Erhältlich für iOS. Preis: 2,99 €

 • 
Website des Herstellers
Anzeige im Apple App-Store


Meine Meinung

Zum Sinn und Zweck von Lernkarten/Lernquiz-Apps
Bitte betrachten Sie meine nachfolgende Rezension unter folgender Grundannahme: Lernkarten/Lernquiz-Apps sind Instrumente zur Abfrage von Faktenwissen. Prozessuales Lernen oder problemlösendes Denken in ganzheitlichen Situationen fördern solche Tools nicht. Sie eignen sich bestenfalls zur punktuellen Rückversicherung, ob man spezifische Wissens-Nuggets verinnerlicht hat oder mit bestimmten Begriffen etwas anfangen kann. Sie werden also in erster Linie Ihr bereits vorhandenes Wissen festigen, und nicht unbedingt neues Wissen dazu gewinnen.

Oft nehmen Lernende solche Hilfsmittel zur Vorbereitung auf Klausuren oder Prüfungen in die Hand. Wenn die Prüfung erwartbar solche Wissensabfragerei betreibt, mag das hilfreich sein. Wenn handlungs- oder prozessorientiert geprüft wird, dann sollten Sie sich im Klaren sein, dass diese Tools nur ein Teil Ihrer Lernstrategie sein können.

Die App »Mediengestalter teachr«
Mediengestalter teachr ist de facto ist eine elektronische Lernkartei, die als Quiz nach Art des bekannten »Vier Fragen und nur eine Lösung ist richtig«-Prinzip konzipiert ist.

Derzeit (Version 1.1, Juli 2016) enthält die App Fragen zu folgenden »Lernkursen«: Boxmodell, Gestaltung, IT, Organisation, Print, Typografie, Web, XML-SQL.

Die Lernkurse decken einige spezifische Bereiche des Berufsbildes sehr stark ab, andere Bereiche dagegen äußerst spärlich. Warum z. B. ausgerechnet der Themenkreis XML-SQL stärker vertreten ist als der gesamte Printbereich, das lässt sich wohl nur mit der Verfügbarkeit bzw. Nichtverfügbarkeit kompetenter Fragesteller erklären. Sinn macht das für eine umfassende Prüfungsvorbereitung in diesem breiten Berufsfeld nicht.

User Experience
Nachdem ich einige Lernkurse durchgearbeitet habe, fällt mir deutlich die insgesamt unzureichende Qualität der Fragestellungen auf. Gefühlt jede zweite Frage gibt Anlass zu Kritik: Die Formulierungen passen nicht zu den Antworten, sind irreführend, inhaltlich oder grammatikalisch falsch, enthalten Rechtschreibfehler … Und auch die Antworten sind davon leider nicht frei. Beispiel: Frage: »Was muss bei der Findung von zwei Grundfarben für ein NONprint-Medium beachtet werden.« Richtige Antwort: »DRUCKbarkeit der Farben« … In der Summe ist das fachlich unbefriedigend.

Auch die Benutzerfreundlichkeit ist noch nicht optimal. Ich kann z. B. aus einem laufenden Lernkurs nicht aussteigen, muss alle Fragen durchgehen, bevor ich einen Kurs oder in das Hauptmenü wechseln kann.

Wenn ich eine Frage falsch beantwortet habe, erscheint unten rechts ein Fragezeichen. Dass sich dahinter die Beschreibung der richtigen Lösung versteckt, erschließt sich nicht gerade intuitiv. Hier wäre eine deutlichere Kennzeichnung hilfreich. Und leider sind auch die Formulierungen der Lösungstexte in der Qualität ähnlich suboptimal wie die Fragen. Die Antworten sind zu kurz und knapp, es wird weder Hintergrundwissen noch eine Erläuterung gegeben.

Nach Abschluss eines Kurses bekomme ich Feedback. Das ist im Ansatz gut gedacht, allerdings ist das Feedback wenig hilfreich. Beispiel: Mein Ergebnis: 40%. Lapidarer Kommentar: »WEITER SO!« – Hey, 40%, das ist die Note FÜNF!

Was mir gut gefällt
Die App ist werbefrei und kostet schmale 2,99 €.

Was meines Erachtens gar nicht geht
Auch für wenig Geld darf man erwarten, dass insbesondere eine Lern-App für die Vorbereitung auf eine Prüfung den Eindruck macht, dass sie gewissenhaft und von didaktisch kompetenten Personen erstellt wurde. Beides trifft hier meines Erachtens leider nicht zu. Ich hoffe, die Entwickler packen hier beim nächsten Update noch eine dicke Schippe drauf!

Aus dem Inhalt

Boxmodell (22 Fragen), Gestaltung (170 Fragen), IT (35 Fragen), Organisation (32 Fragen), Print (47 Fragen), Typografie (61 Fragen), Web (90 Fragen), XML-SQL (58 Fragen)

Fazit
Eine Lern-App für wenig Geld, die in der aktuellen Version noch nicht empfehlenswert ist.

Das Praxisbuch zu Affinity Designer


neu • 
Günter Schuler • 
Das Praxisbuch zu Affinity Designer • 
Illustrationen, Grafiken und Layouts erstellen – für Ein- und Umsteiger • 

Verlag Mandl & Schwarz, 2016 • 
ISBN 978-3-944519-8-76
 • 
Preis: 29,90 € (gebundenes Buch)
Preis: 23,99 € (digitales Buch/eBook)
Preis: 36,99 € (Buch+eBook)


Meine Meinung

Was ist »Affinity Designer«?
»Affinity Designer« ist ein Vektor-/Grafikprogramm des englischen Herstellers Serif (Europe). In der kurzen Zeit seines Bestehens seit 2014 hat es schon viele Fans gewonnen. Das liegt natürlich einerseits am gebotenen Funktionsumfang. Der ist in der derzeitigen Version (nur Mac, für Windows noch Beta-Phase) für viele Anwendungszwecke mehr als ausreichend und muss sich in vielerlei Hinsicht nicht vor der etablierten Konkurrenz wie »Adobe Illustrator« verstecken. Der zweite große Bonus ist aber sicherlich der sehr günstige Preis – und die Tatsache, dass das Programm »wie früher« als Bezahlversion erworben werden kann. Es gibt also kein Zwangs-Abo!

Affinity Designer ist somit eine echte Bereicherung im überschaubaren Bereich der professionellen Vektorgrafik-Programme. Fehlt zum Glück nur noch eine Ein- und/oder Umstiegshilfe, sprich ein zuverlässiger Begleiter beim Erlernen dieser neuen Software.

Voilá!

Das Buch zum Programm
Das »Praxisbuch zu Affinity Designer« von Günter Schuler ist derzeit (Juli 2016) das erste deutschsprachige Fachbuch, das zu diesem Programm auf dem Markt ist. Es richtet sich insbesondere an Ein- und Umsteiger, die diese neue App kennenlernen und verstehen möchten. Das Buch hat aber auch für Fortgeschrittene jede Menge wertvolle Informationen zu bieten. Und das geht so:

Das Buch ist in drei Teile eingeteilt. Im ersten Teil stellt der Autor zunächst die Grundlagen der vektorbasierten Grafikerstellung und die »bipolare« Architektur des Programms vor (»AD kann Vektoren und Pixel)«. Er erläutert im Detail den Aufbau der Arbeitsoberflächen und beschreibt die grundlegenden Funktionsbereiche und die darin befindlichen Werkzeuge.

Im zweiten Teil geht es dann ans Eingemachte, nämlich um die große Vielfalt der angebotenen Werkzeuge und deren zielgerichtete Verwendung bei der professionellen Erstellung von Vektorgrafiken. Objekte, Ebenen, Masken, Paletten, Transparenzen, Farben, Pinsel, Stile, Effekte, Umgang mit Text, typografische »Dos and Don’ts« – das volle Set! Wichtige Themen, wie z. B. der korrekte Export der erstellten Dokumente für die professionelle drucktechnische Weiterverwendung, werden angemessen ausführlich erläutert.

Im dritten und letzten Teil werden schließlich einige Arbeitsabläufe und Projekte vorgestellt, die im Produktionsalltag typischerweise vorkommen. In kleinen Workshops geht es z. B. um das Erstellen von Logos aus Schrift, den kreativen Einsatz von Mustern, die Erstellung von Diagrammen und freien Illustrationen.

Zum guten Schluss gibt es noch einen Anhang mit einer zehnseitigen Übersicht zu Tastaturkürzeln und einem ausführlichen Stichwortverzeichnis. Das macht die Sache rund!

Was mir gut gefällt
Das Buch ist durchgehend sehr anschaulich illustriert und dokumentiert wichtige Abläufe anhand kleiner Übungsprojekte. Auch hilfreich: Der Haupttext wird systematisch begleitet von Randbemerkungen und Einschüben mit wertvollen Tipps, Tricks, Verweisen und Warnhinweisen. Mir gefällt auch der problemorientierte Schreibstil des Autors. Er ist immer darauf aus, dem Leser möglichst viel Hilfe für die Arbeit in der Praxis mit auf den Weg zu geben. Und das ist ja der Sinn eines solchen Werkes.

Was man meines Erachtens (noch) besser machen kann?
Mir persönlich gefällt die »bunte Rahmenhandlung« nicht so gut. Wechselnde, satte Farben im sehr präsenten Kopfbereich der Seiten, bunte Icons und drei unterschiedliche Schriftfarben konkurrieren mit den farbigen Abbildungen. Und irgendwie klemmt’s mit der Schriftgestaltung für den Haupttext. Mit anderen Worten: Ein etwas feiner abgestimmter Seitenaufbau, das hätte was!

Aus dem Inhalt
TEIL 1: Affinity Designer kann Vektoren und Pixel, Einmal Rundumsicht: Ihre digitale Wirkungsstätte, Ihre Arbeitsoberfläche: Ressourcen und Artboards, Am Anfang ein Strich: Wie aus Linien Formen werden
TEIL 2: Im Detail – der Grafik-Baukasten, Mehrschichtig denken: Objekte und Ebenen, Alles so schön bunt hier: Transparenz und Effekt, Pixelig: Bilder und Malaufträge, Von Slogan bis Info: Text in Affinity Designer, Vektorformat, Pixel, PDF nach Bedarf exportieren
TEIL 3: Konkret – Logos, Illustrationen, Infografiken, Zeichnen und Entwerfen: Logos, Muster, ClipArt, Nüchtern oder bildhaft? Infografiken und Diagramme, Pixel und Vektoren zusammen: freie Illustrationen

Fazit
Ein gehaltvoller und reich illustrierter Begleiter für Ein- und Umsteiger auf Affinity Designer. Derzeit noch konkurrenzlos und mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Empfehlung!

WikiMeG


WikiMeG – Ein Glossar •
In der nachfolgenden Liste finden Sie eine alphabetisch sortierte Sammlung wichtiger Fachbegriffe aus allen Themenbereichen der Mediengestaltung. Der Klick auf einen Begriff führt Sie zu dem entsprechenden Eintrag bei der deutschen Wikipedia.

Stöbern Sie einfach mal ein wenig – Sie werden staunen, was es da alles so gibt!

Fehlt ein wichtiger Begriff in der Liste? Schreiben Sie es mir gern!


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